IMPFUNGEN

 Eine korrekt durchgeführte Grundimmunisierung ist eine gute Grundlage, um den bestmöglichen Schutz vor gefährlichen Infektionskrankheiten (s.u.) zu bieten.

 Gerade bei jungen Hunden kommt Parvovirose nicht selten vor. Ursache ist das agressive canine Parvovirus, das zu Herzmuskel- und Darmentzündungen führen kann. Das Virus wird mit dem Kot ausgeschieden und eine Infektion erfolgt oral. Die Inkubationszeit beträgt 7 bis 14 Tage.

 Staupe wird duch ein dem menschlichen Masernvirus und dem Rinderpestvirus verwandtes Virus übertragen. Die Infektion erfolgt über Se- und Exkrete infizierter Hunde bei einer Inkubationszeit von 3 bis 6 Tagen. Staupe ist eine Erkrankung mit verschiedenen Verlaufsformen und deren Symptome. So können blutiger Durchfall, Erbrechen, Abmagern und Lungenentzündungen kommen. Ein weiterer Verlauf zeigt die Lichtscheue, einhergehend mit Hornhautentzündungen. Auch die Haut zeigt u.U. Pustelbildung und eine starke Rötung am Bauch. Zu erwähnen ist noch die nervöse Verlaufsform mit Nerven- und Gehirnentzündungen, die Schwäche, Krämpfe, Zittern und Bewegungsunfähigkeit auslösen kann.

 An Hepatitis erkranken überwiegend junge Hunde. Die Infektion erfolgt oral duch Se- und Exkrete infizierter Tiere. Die Inkubationszeit beträgt 2 bis 5 Tage. Das Allgemeinbefinden erkrankter Hunde ist stark gestört. Es kommt zu unterschiedlich starker Schädigung der Leberzellen und Leberentzündung.

 Die Leptospirose ist eine bakterielle Infektionskrankheit. Die Leptospiren (Erreger) werden von Hunden und kleinen Nagetieren mit dem Harn ausgeschieden und gelangen über die Haut und Schleimhäute in den Organismus. Die Inkubationszeit beträgt 4 bis 12 Tage. Symptome sind starkes Erbrechen, Fieber, z.T. blutige Durchfälle, die zu einer Schädigung von Leber, Niere und Herz führen können.

 Zwingerhusten (Parainfluenza) ist eine Infektionskrankheit, die durch mehrere Virusarten und Bakterien ausgelöst wird. Diese Krankheit wird duch Husten (Tröpfcheninfektion) verbreitet. Die Inkubationszeit beträgt 2 bis mehrere Tage. Sypmtome sind plötzliches Auftreten von Husten und die Gefahr von Sekundärinfektionen besteht.

 

Ein Impfvorschlag:

6.  Lebenswoche  :  1. Parvo (lebend)

8.  Lebenswoche  :  2. Parvo und 1. SHL (als Kombi Impfung)

12. Lebenswoche  :  3. Parvo und 2. SHL und 1. Tollwut (gegen Tollwut kann evtl. auch später, z.B. nach der Zahnung geimpft werden)

16. Lebenswoche  :  Wiederholungsimpfung mit Cocktail

 

 Der Hund sollte regelmäßig gegen Staupe, Hepatitis, Leptospirose, Parvovirose, Zwingerhusten (Parainfluenza) und Tollwut geimpft werden.

 Voraussetzung ist allerdings ein guter Gesundheitszustand des Hundes beim Impfen. Auch ist empfehlenswert, den Hund ca. 1 Woche vor dem Impftermin zu entwurmen. Somit kann die Impfung optimal zur Wirkung kommen.

 

Auf jährliche Wiederholung der Impfungen, die nur 1 Jahr einen ausreichenden Schutz gewährleisten, ist zu achten. Tollwutimpfungen mit dreijährigem Wirkspektrum sind möglich. Erkundigen Sie sich hierzu bei Ihrem Tierarzt.