Besuch des Schwarzwild Gatters Segeberger Heide

 

Am 4. Wochenende im August 2016 besuchte eine Gruppe Border Terrier Führer, die Ihre Hunde

jagdlich einsetzen, das Schwarzwild Gatter in Bad Segeberg.

Es waren  18 Hunde, die teilweise das erste Mal an Sauen geübt haben.

 

 

Zur Erklärung eines Schwarzwild Gatters sei für alle, die es nicht kennen, erklärt:

Dort werden Hunde eingearbeitet, die später auf Wildschweine jagen sollen.

Es geht nicht darum die Hunde besonders scharf zu machen, sondern die Hunde kontrolliert an das

wehrhafte Wild heran zu bringen, um sie für ihre späteren Aufgaben zu rüsten.

Ziel ist es  Jagdhunde auszubilden. Sie sollen das Schwarzwild suchen, finden, vier bis fünf Meter

Abstand halten, verbellen und die Sauen in Bewegung bringen. Wir wollen keine aggressiven Hunde

auf der Jagd haben, da sonst die Gefahr besteht, dass sie verletzt werden.

 

Zum Ablauf des Übens.

Wir haben uns am Freitagnachmittag an einem Hotel in der Nähe des Gatters getroffen.

Teilweise schon alte Bekannte, aber auch viele neue Führer nahmen die Möglichkeit wahr

mit anderen Bordern an Schwarzwild zu üben.

Nach einer kurzen Fahrt zum Gatter begrüßte uns der “Gattermeister“ Uwe Kemmerich auf‘s

herzlichste. Uns wurden die Geschichte, die Notwendigkeit und die Verhaltensregeln des Gatters

erklärt. Kleine Späße und dumme Sprüche durften da nicht fehlen. ;-)

Nun folgte die erste Praxis im Gatter. Die Wildschweine kamen in ein sogenanntes Laufgatter, wo sie

durch einen Zaun von den Hunden getrennt waren.

Dort kann man am besten feststellen, wie sich die Hunde den Schweinen gegenüber verhalten,

welche Hunde gefördert und welche lieber ein bisschen gebremst werden müssen. Erst danach kam

der erste Kontakt mit den Schweinen zustande. Die forscheren Hunde kamen zu den großen Bachen

und die jüngeren und ruhigeren Hunde kamen zu den Überläufern ( 2 Jährige Stücke ).

Der folgende Abend im Hotel wurde zum Kennenlernen und Fachsimpeln genutzt.

Am Samstag konnten einige Hunde noch mal im Gatter üben, der andere Teil machte sich


auf, die Prüfung „Brauchbarkeit für die Stöberarbeit auf Schalenwid“ abzulegen.

 

Hierbei handelt es sich um eine jagdliche Prüfung, die der Gesetzgeber vorschreibt,

damit unsere Hunde als brauchbare Jagdhunde anerkannt werden.

Zur Prüfung gehört das Stöbern, Finden und Verbellen der Wildschweine, aber auch der Gehorsam

der Hunde wird überprüft.

Bei den Gehorsamsfächern wird die Leinenführigkeit im Stangenholz, das frei bei Fuß gehen mit

 ablegen und schiessen, sowie das simulieren einer Treibjagd ( Standruhe ) geprüft.

Diese Prüfung konnten einige Hunde am Ende des Tages erfolgreich abschließen.

Nach einer gemeinsamen Stärkung vom Grill ging es dann auch am späten Nachmittag wieder auf

die teilweise weite Heimreise ( größte Entfernung  644km).

 

Unser besonderer Dank gilt dem Gattermeister Uwe Kemmerich, der uns dort mit seiner herzlichen Art


aufgenommen und begleitet hat. Danke auch an die Richter der Prüfung.

 

 

Ebenso möchten wir den beiden anderen Gattermeistern danken, die mit Uwe die Anlage dort in

einem vorbildlichen Zustand halten und dort eine tolle Arbeit leisten.

 

Wir haben uns sauwohl gefühlt und wollen, wenn alles klappt, im Herbst 2017 wieder mit einer

Border Gruppe zum Gatter kommen.

Waidmannsheil

D. Krämer