Deico mein kleiner Mantrailer!


Deico ist mein Border Terrier, 3 ½ Jahr alt, und eine tolle Spürnase.
Während meiner Hundeschulzeit mit Deico haben wir verschiedene Sachen aus probiert. Angefangen mit Agility über Fährte, Longieren und Mantrailen. Das Letztere fand er richtig gut.
Jetzt sind wir seit Anfang Januar 2012 im K-9 Suchhundezentrum Deutschland Nord, Stützpunkt Neumünster, und machen dort unter Anleitung einer zertifizierten Trainerin Mantrailen. Einmal die Woche, und zwar montags ab 16.oo Uhr treffen wir uns in Neumünster an den unterschiedlichsten Plätzen und trainieren. Wir sind eine ganz nette Gruppe von 5 unterschiedlichsten Hunden (Altdeutscher Schäferhund, Australien Shepard, Labbi, Mischling und der kleine Border Terrier) und Hundeführerinnen.
Wenn Deico Iris (unsere Trainerin) sieht, dann ist er total aus dem Häuschen, denn dann weiß er, er darf „arbeiten“ er muss die „verlorene“ Person finden, das ist das größte für ihn. Da stört kein bellender Hund, keine Katze oder Jogger, er will nur suchen.
Ich als Hundeführerin bin immer wieder begeistert von meinem Hund: ich reiche ihm ein Papiertaschentuch zum Riechen, dann kommt das Kommando „SUCH“ und er geht ab wie Schmidt´s Katze. Egal ob wir im freien Gelände, in einem Wohngebiet oder sogar in der Stadtmitte sind, Deico geht sehr zielstrebig los um die Person zu suchen.
Inzwischen haben wir unsere 2. Prüfung abgelegt. Im Suchhundezentrum sind die Prüfungen wie beim Judo nach Farben sortiert. Die 1. Prüfung ist weiß A, die konnten wir überspringen. Dann folgt weiß B, die haben wir am 24.11.2012 in Bad Bramstedt abgelegt. Fremder Ort, fremde Person. Für mich ist die Prüfung aufregender als für Deico. Seine Beurteilung ist auch besser als meine, denn ich bin in dem Glauben, ich müsste „Denken“ und das ist verkehrt. Der Hund weiß was er kann und ich sollte ihm mehr glauben, sagt meine Trainerin. Dann kam im 14.04.2013 die zweite Prüfung orange A. Auch hier war Deico wieder der Bessere – ich muss mich bei der nächsten Prüfung mehr anstrengen!! Während der Prüfung darf man nur eine Frage stellen, man hat eine begrenzte Zeit zum Suchen und man sollte seinen Hund sehr gut lesen können. Die Frage ist meistens bin ich noch richtig ? kommt ein Ja, toll, käme ein Nein, muss man den Punkt finden, wo man glaubt, da war ich noch richtig. Bestanden hat man die Prüfung, wenn die Person in der angegebenen Zeit gefunden wurde. Ich merke meinem Hund an, wie viel Spaß er hat und anschließend ist er auch richtig gefordert und kaputt..
Am 12. Mai hatte ich mich zum freien Trailen angemeldet und zwar in einer Kiesgrube bei Rendsburg. Das war für Deico und für mich das erste Mal – aber nicht das letzte Mal. Ich bin heute noch so was von begeistert von meinem Hund, es war unfassbar. Die Kiesgrube, überall kleine Hügel, bewachsen, aus Schotter und aus Sand. Wie in den Bergen, kleine Täler in dem der Wind rumwirbelt und die menschlichen Partikel überall hinträgt. Wir waren zwei Gruppen á 5 Personen und eine Gruppe von der DRK Suchhundestaffel war auch am üben war. Man war also mit seinem Hund nicht allein unterwegs. Es standen auch Kräne und Container auf dem Gelände.
Beim freien Trailen ist der Hund nicht an der langen Leine, sondern er wird nach ein paar Metern abgeschnallt. Deico war auf diesem Gelände noch nie, er wurde ins Sitz gebracht, bekam den Geruch und ab ging es. Nach 2 – 3 Metern sollte ich die Leine abmachen, da er sofort anzog. Jetzt musste unsere Gruppe sehen dass wir ihm folgen konnten. Wir kamen in „ein Tal“ mit 4 neben einander stehenden Containern und er lief ganz konzentriert hin und her. Er umkreiste die Container bis er dann nur noch um einen herum lief und immer wieder hoch sprang, so nach dem Motto, die Person muss da drin sein, nur so hoch kann ich nicht springen. Die Trainerin die unsere Gruppe führte kam aus Schleswig und sah Deico zum ersten Mal in seinem Suchverhalten und war erstaunt, wie konzentriert, aber auch freudig, und akribisch er die Suche durchführte. Danach gab es noch einen kleinen Trail. Da musste er einen Berg am Ende hoch sprinten – was keine Hürde für ihn war. Seine Belohnung hatte er auf jeden Fall, bei jedem Trail verdient. Ich bin mächtig stolz auf meine suuuuper Spürnase.

 An uns weiter geleitet durch Beate Kühl