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„Essentially a
working Terrier“,
also in erster
Linie ein Arbeitsterrier zu sein; dieses Kennzeichen im
Rassestandard sollte allen Liebhabern unserer Rasse stets
bewusst sein! Der Border ist ein intelligenter, arbeitsfreudiger
und selbstbewusster Terrier. Er ist ein zufriedener
Familienhund, der es liebt gefordert zu werden, besonders bei
Aufgaben, die seine Intelligenz beanspruchen. Wenn Sie gern mit
Ihrem Hund arbeiten, wird der Border ebenso gern dabei sein, was
auch immer Sie bevorzugen; es gibt viele Möglichkeiten, wie
Agility, Fährtenarbeit, Flyball, jagdliches Führen u.a. Sehr
empfehlenswert ist die Begleithundeprüfung nach den Regeln des
VDH, ist sie doch auch Nachweis für einen guten Grundgehorsam
und eine gute Sozialisierung Ihres Hundes. Nachfolgend berichtet
Silke Harmel von ihrer Border Hündin Caja, die sie zur
Begleithundeprüfung führte. Herzlichen Dank für diesen
Beitrag.
Ulrike Ellis
Cajas Begleithundeprüfung
Bereits im Jahr 2000
interessierten wir uns für Border Terrier. Wir besuchten das
Border Treffen in Gütersloh und sammelten die ersten hautnahen
Informationen rund um diese Rasse. Mit der Anschaffung eines
Welpen wollten wir jedoch nichts überstürzen, zumal wir zu
dieser Zeit neben unseren 3 Schäferhunden noch eine wunderbare,
alte Staffordshire Terrier Hündin besaßen. Sie verstarb im
Jahr 2002 und nun wurde der Wunsch nach einem Border Terrier
immer intensiver. Über die damalige Rassebeauftragte und
nach persönlichen, sehr netten Treffen mit ausgiebigen
Gesprächen sind wir zu „Baltic Borders Caja“ gekommen.
Diese
äußerst agile und doch ausgeglichene Border Hündin überzeugte
uns mit jedem Tag mehr. Wir sammelten mit ihr unsere ersten
Ausstellungserfahrungen und sind mit den errungenen Ergebnissen
mehr als zufrieden. Durch unsere Aktivitäten auf den
Ausbildungsplätzen mit unseren „Gebrauchshunden“ war auch
unsere Caja stets mit von der Partie und zeigte von Anfang an
großes Interesse. So beschlossen wir, sie im Alter von etwa 18
Monaten für die Begleithundeprüfung auszubilden.
Die
Begleithundeprüfung
wird in drei Abteilungen gegliedert: Einer theoretischen
Überprüfung der Sachkunde des Hundeführers, Gehorsamsübungen auf dem Übungsplatz und Unbefangenheit im öffentlichen Verkehr.
Bei
der Gehorsamsprüfung
wird vom Team Hundeführer/Hund erwartet, auf dem Übungsgelände
zu zeigen, dass der Hund an der Leine, wie auch in der Freifolge
dem Hundeführer folgt. Eingefügt sind Wendungen, Tempowechsel
und Anhalten. Außerdem werden Sitz- und Platzübungen
gefordert, ebenso eine Ablegeübung des Hundes unter Ablenkung.
Nach
Bestehen dieses Teils wird die Unbefangenheit des Hundes im öffentlichen Verkehr beurteilt. Nun
kann er seine Unerschrockenheit und Gelassenheit zeigen. Die
hierfür geforderten Übungen finden außerhalb des Hundeplatzes
an geeigneten Stellen innerhalb geschlossener Ortschaften statt.
Es wird der Gesamteindruck des Hundes bewertet, wie er sich im
Straßenverkehr bewegt, wie er sich fremden Menschen und fremden
Tieren gegenüber verhält.
Diese
Prüfung ist Voraussetzung für weitere Prüfungen und Wettkämpfe,
die mit dem Hund absolviert werden können.
Im
Frühjahr fing ich an, mit Caja zu trainieren; erst einmal wir
zwei auf einer Wiese, später dann auch auf dem Hundeplatz, um
die Ablenkung durch andere Hunde mit einzubeziehen. Caja lernte
recht schnell. Beim Training war sie stets eifrig bei der Sache.
Besonders für ihr Lieblingsspielzeug oder für einen
Leckerbissen war sie gern bereit mitzuarbeiten. Wir übten drei
Mal wöchentlich etwa 15 Minuten, nicht länger, sonst wird es für
einen Terrier zu langweilig und das Interesse lässt nach.
Ein
halbes Jahr später, im November 2004 war es dann soweit: Ich führte
sie zur Prüfung. Etwas seltsam war es für mich schon, zwischen
den Deutschen Schäferhunden und Malinois, mit dem „kleinen
Terrier“ zu starten. Caja schien dies weniger zu stören.
Allenfalls spürte sie meine Nervosität.

Foto:
Die „Grundstellung“, während der Prüfung vor jedem Übungsteil
zu zeigen.

Foto: Übungsteil
„Leinenführigkeit“, dementsprechend ohne Leine als
„Freifolge“ zu zeigen.

Foto:
„Sitzübung“
Die Gehorsamsprüfungen
erledigte Caja ordnungsgemäß, aber eher etwas lustlos – eben
liebenswert terriertypisch.
Im
darauf folgenden Verkehrsteil benahm sie sich absolut souverän.
Gut gelaunt und freudig folgte sie den verlangten Anweisungen.
Bei der „Vereinsamung“ wird der zu prüfende Hund an ein
geeignetes Objekt angeleint und der Hundeführer begibt sich außer
Sicht des Hundes. Während dieses Prüfungsteils zeigte Caja nur
Langeweile und graste in der Zeit friedlich, was die Anwesenden
sehr belustigte, da doch die meisten Gebrauchshunde eher dazu
neigen, ungeduldig auf die Rückkehr ihres Hundeführers zu
warten.

Foto:
„Vorsitzen“, nach dem Heranrufen aus der Platzübung
Caja
war während der gesamten Veranstaltung freundlich, aufmerksam
und selbstbewusst, sie hat die Begleithundeprüfung mit Bravour
bestanden. Wieder einmal hat sie die Herzen vieler Menschen
erobert.
In
all den Jahren unserer Hundehaltung, Zucht und der des aktiven
Hundesports haben wir sicher schon einige Erfahrungen sammeln können.
Caja hat uns, was sie betrifft, bislang nur positives gezeigt.
Im Haus ein absolut ruhiger und friedlicher Hund, draußen äußerst
aktiv und konditionsstark, der es genießt, gefordert zu werden
und gemäß dem Rassestandard „in erster Linie ein
Arbeitsterrier“ zu sein.
Silke Harmel
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