WAS TUN BEI...

 

Durchfall

Es gibt zahlreiche Gründe für eine Durchfallerkrankung, wie z.B. Veränderung der Ernährung, Aufnahme ungeeigneter Materialien u.s.w.. Als erste Hilfe kann dem Hund stark verdünnter schwarzer Tee gegeben werden und es ist darauf zu achten, dass er genügend trinkt, damit er nicht dehydriert. Hält der Durchfall an, muss der Tierarzt aufgesucht werden.

 

Erbrechen

Gelegentliches Erbrechen kommt beim Hund vor und ist ohne große Bedeutung. Auslöser hierfür kann u.a. zu hastiges Fressen, zu kaltes Futter, Aufnahme von Fremdkörpern oder Fressen von Gras sein.

Zu häufiges Erbrechen, besonders in Verbindung mit Durchfall oder Fieber muss vom Tierarzt behandelt werden.

 

Vergiftungen

Liegt auch nur der Verdacht einer Vergiftung vor, muss der Hund sofort zum Tierarzt.

Der Teil des Gartens, in dem sich unser Border Terrier aufhält, sollte frei gehalten werden von jeglichen Pflanzenschutz- und Düngemitteln. Selbst bei sog. Bio-Düngern ist es schon zu schweren Vergiftungserscheinungen gekommen. Man sollte immer wieder daran denken, dass Border Terrier sehr neugierig sind und auch gerne alles probieren wollen.

 

Reiseübelkeit

Border Terrier sind in der Regel gute Autofahrer, junge Hunde werden mitunter "autokrank". Deshalb sollte man mit ihnen nur kurze Touren fahren, dafür aber einmal öfter, damit sich der junge Hund an das Autofahren gewöhnt. Bei anhaltender Reiseübelkeit sollte der Tierarzt um Rat gefragt werden.

Voraussetzung bei jeder Autofahrt ist die Sicherheit für Fahrer und Hund. Der Hund muss unfallsicher untergebracht werden, ideal hierfür sind Transportboxen.

Es ist zu empfehlen, jede Reise mit dem Auto mit einem vergnüglichen Spaziergang enden zu lassen, so dass der Hund das Auto immer mit Angenehmen verbindet.

 

Hitzschlag

Border Terrier lieben zwar die Sonne, sind aber auch hitzeempfindlich, denn durch das doppelte Haarkleid empfinden sie die Hitzeauswirkungen sehr schnell. Bei blue and tan farbenen Border Terriern sollte man im Sommer noch vorsichtiger sein, denn sie scheinen die Hitze besonders leicht zu absorbieren.

Gefährlich kann z.B. ein Aufenthalt im Auto bei direkter Sonneneinstrahlung ohne ausreichende Ventilation werden. Selbst bei geöffneten Fenstern darf man einen Hund an einem heißen Tag niemals im Auto lassen. Schon nach wenigen Minuten kann ein Hund schweren Stress zeigen, was zum Tode führen kann.

Ein Hitzschlagopfer zeigt starken Stress, hechelt unaufhaltsam und meistens kommt es zum Kollaps. Die Körpertemperatur ist sehr hoch, um sie zu senken, sollte der Körper gekühlt werden. Möglich wäre ein Bad in nicht zu kaltem Wasser. Sobald die Temperatur wieder normal ist, wird der Hund abgetrocknet und an einen kühleren Ort gebracht. Die ganze Zeit braucht der Hund ausreichend Wasser zum Trinken. Danach sollte der Tierarzt aufgesucht werden.

 

Schock

Der Schock ist ein ernsthaftes klinisches Snydrom, wodurch sich die Blutzufuhr zu den lebenswichtigen Organen stark verringert. Wird der Hund nicht behandelt, kann es dabei zum Tod kommen.

Schocksymptome sind eine evtl. Bewusstlosigkeit und extreme Schwäche. Die Haut, besonders an den Ohren, fühlt sich kalt an, das Zahnfleisch ist blass, das Herz schlägt schneller und die Atmung ist beschleunigt.

Hier ist sofortige tierärztliche Hilfe notwendig. Beim Transport zum Tierarzt muss der Hund warm gehalten werden. Ist er bewusstlos, legt man ihn auf die Seite und zieht die Zunge heraus, damit die Luftwege frei bleiben.

 

Narkose

Von einer Narkoseempfindlichkeit bei Border Terriern wurde hin und wieder berichtet. Der behandelnde Tierarzt sollte darauf aufmerksam gemacht werden, um möglichst niedrig und schonend zu dosieren.

 

Scheinschwangerschaft

Eine Scheinschwangerschaft kann bei Hündinnen ca. 8 Wochen nach der Läufigkeit auftreten. Es kann zu Milchbildung im Gesäuge kommen oder die Hündin beginnt, Gegenstände zu horten und diese gegenüber dem Menschen zu verteidigen.

Jetzt muss die Hündin besonders beschäftigt und damit abgelenkt wrden. Spielen und ausgiebige Bewegung sind angebracht. Das Gesäuge sollte evtl. etwas gekühlt werden, damit es sich nicht entzündet. Im Zweifelsfall oder bei längerem Andauern dieses Zustandes sollte der Tierarzt aufgesucht werden.

 

Lahmheit

Lahmheiten können durch viele Ursachen ausgelöst werden. Am häufigsten findet man sie an der Pfote. Es werden also die Pfoten nach möglichen Schnitten, Dornen, Splittern oder nach getrocknetem Schmutz oder Verfilzungen zwischen Ballen oder den Zehen untersucht.

Auch Entzündungen zwischen den Ballen oder am Nagelbett können Lahmheit auslösen.

Kann man an den Pfoten keine Schädigungen entdecken, tastet man die Läufe aufwärts nach Schwellungen oder Schnitten ab. Manchmal reagiert der Hund schmerzempfindlich, wenn man die Verletzung berührt. Bei Border Terriern ist das nicht immer der Fall, denn sie scheinen viel Schmerz ertragen zu können.

Schwellungen sollten gekühlt werden. Hat sich der Zustand des Hundes nach 2 Tagen nicht gebessert, sollte der Tierarzt aufgesucht werden.

Wird ein Bein überhaupt nicht belastet, deutet dies auf einen möglichen Knochenbruch hin. Hier ist sofort tierarztliche Hilfe nötig.

 

Probleme mit den Analdrüsen

Die Analdrüsen liegen beidseitig vom After. Ihre ursprüngliche Aufgabe ist die Geruchsmarkierung. In der Regel werden diese Drüsen beim Kotabsetzen geleert. Es können aber gelegentlich Analdrüsenstörungen auftreten; Symptome hierfür sind Rutschen auf dem Hinterteil oder der Hund versucht sich im Rutenbereich zu lecken oder zu beißen. Werden die Drüsen nicht geleert, kann es zum Abszess kommen. Das Entleeren der Analdrüsen übernimmt der Tierarzt und zeigt, wie man dies ggf. auch selbst machen kann.